Die Geschichte des Hauses


Vom Kaufmann Adolf Jandorf 1904 erbaut, wurde das Gebäude auch als "Warenhaus am Weinberg" bekannt. Der Entwurf der Architekten Lachmann & Zauber verbindet geschickt die Ecklage mit dem Repräsentationswillen eines Pracht-Kaufhauses, von denen die meisten im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Mit seinen frühen Warenhausbauten gehörte Adolf Jandorf (1870-1932) zu den Wegbereitern des modernen Warenhauses nach amerikanischem Vorbild.

Das Gebäude, das schon in den 20er Jahren vom Kaufhauskonzern Tietz übernommen wurde, ist bereits in Stahlskelettbauweise erstellt worden. Die Flexibilität, die von solchen Immobilien gefordert wurde, ermöglicht heute den Umbau zu einem hochmodernen Multifunktionsgebäude. Alle neu gestalteten Räume werden problemlos in die rhythmische Achsenstellung eingepasst.

Zu DDR-Zeiten siedelte sich ein Modeinstitut in der Brunnenstraße an. Als "Haus der Mode" blieb es auch über die Grenzen Berlins hinaus jahrzehntelang ein Begriff.

Inzwischen wurde der gesamte Außenbereich instandgesetzt und denkmalgerecht wiederhergestellt. Die nachfolgenden Aktivitäten waren darauf gerichtet, die Immobilie für die Nutzung als Büro und Geschäftshaus sowie als Kongress- und Tagungszentrum zu nutzen.

Gemeinsam mit wissenschaftlichen Beratern wurde ein (inzwischen auch behördlich genehmigtes) Konzept entwickelt, das zum einen dieser anspruchsvollen Nutzung Rechnung trägt, und zum anderen die bauhistorischen Besonderheiten des ehemaligen Warenhauses berücksichtigt. Im Endresultat wird sich die Immobilie ihre einmalige Atmosphäre bewahrt haben, die mit der neuen Nutzung nun wiederbelebt werden wird.